Bergungsübung während dem Dienst

Datum: 11. November 2013 
Alarmzeit: 23:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Nachdem bekannt wurde dass alle Gefahren durch Gas, Strom sowie Wasser beseitigt waren konnten die einzelnen Gruppen mit ihrer Arbeit beginnen. Da die Fachgruppe Räumen ihren Unimog mit Kranaufbau dabei hatte war schnell klar, dass man mittels Lichttraverse eine schnelle und großflächige Ausleuchtung mittels dieses Fahrzeuges erreichen kann. Binnen weniger Minuten war das Gebäude von außen sowie der gesamte Vorplatz taghell erleuchtet. Die erste und zweite Bergungsgruppe begann nun mit dem systematischen Absuchen des Gebäudes. Zum Zeitpunkt des Unglückes war nicht bekannt wie viele Personen sich noch im Gebäude befanden. Es musste vom Schlimmsten ausgegangen werden. Die ersten beiden Personen wurden rasch geortet und dem Rettungsdienst übergeben.

Weitere Hilferufe aus dem umfangreich unterkellerten Teil des Gebäudes ließen auf weitere Verletzte schließen. Deren Suche gestaltete sich jedoch schwierig, da es viele Kellergeschosse mit vielen kleinen Nischen und Zwischenräumen gab. Nach einigen Minuten konnte eine Arbeiterin auf einem Kessel gefunden werden. Sie hatte nur leichte Verletzungen an Armen und Beinen und wurde mittels Spineboard gerettet und an den Rettungsdienst übergeben.

Bei der zweiten Person gestaltete sich dies schwieriger. Sie befand sich in 12 Metern Höhe. Das Stockwerk was sich dort ehemals befand wurde durch die Explosion zerstört und die Person lag schwer verletzt auf dem Vorsprung des ehemaligen Fußbodens.

Die Rettungskräfte verschafften sich mittels Steckleiterteilen Zutritt zu dem zerstörten Stockwerk und versorgten die Person medizinisch. Weitere Trupps erkundeten von außen das Gebäude und konnten einen Zugang feststellen, aus dem die verletzte Person abtransportiert werden konnte. Rasch wurde der Schleifkorb als Mittel der Rettung ausgewählt. Er verbindet Robustheit mit einem geringen Gewicht und bietet für die verletzte Person bei Transporten in unwegsamem Gelände einen optimalen Schutz. Mittels Steckleiterteilen und Leinen konnte eine schiefe Ebene errichtet werden. Auf diese wurde der Schleifkorb mit der Person gelegt und von dem oben stehenden Trupp hochgezogen.

Die erneute Erkundung des Gebäudes ergab, dass sich hinter einer Wand, in einem unzugänglich gewordenen Raum eine Person befand. Ein Fall für die Fachgruppe Räumen und ihrem Kompressor mit Presslufthammer. Binnen weniger Minuten war ein Wanddurchbruch geschaffen und die nur unter Schock stehende Person konnte aus eigener Kraft den versperrten Raum verlassen.

Übungen wie diese schulen unsere Helfer auch in unübersichtlichen Schadenslagen einen kühlen Kopf zu bewahren. Es ist im Ernstfall immer wichtig, dass jeder Handgriff wie im Schlaf sitzt. Aus diesem Grunde bedanken wir uns herzlich bei der Firma SER GmbH, dass sie uns immer wieder die Möglichkeit gibt in solch tollen Gebäuden zu üben.

 

altaltalt
altaltalt

 

Mannschaft: 0/5/13=18
Fahrzeug: GKW 1, Unimog LKr, MLW Ortung, MTW
Gerät: Druckluftkompressor
   

Bericht: THW OV Heilbronn – Florian Moosmayer

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