Errichtung eines Flüchlingslagers

Datum: 24. Juli 2015 
Alarmzeit: 23:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Gegen ca. 13:00 ging die Melderschleife an die Helfer der 1. Bergungsgruppe raus, welche auch kurz danach im Ortsverband eintrafen. Mit erweiterter Bohrausstattung wurde dann die Fahrt nach Neuenstadt am Kocher angetreten um sich dort gemeinsam mit den Bergungsgruppen aus den Ortsverbänden Weinsberg, Widdern, Wertheim, Igersheim, Pfedelbach und Künzelsau zu treffen. Gemeinsam mit einigen Feuerwehren aus dem Umland wurden dort 40 Zelte für je 5 Mann aufgebaut.

Da jedoch schon seit Freitag abend ein massiver Sturm über Baden-Württemberg wütete, musste natürlich jedes Zelt entsprechend gesichert werden. Da die Zeltstadt auf dem ehemaligen Gelände der Autobahnmeisterei Neuenstadt errichtet wurde, war dies jedoch nicht ganz so trivial. Das gesamte Areal war geteert oder mit Pflastersteinen versehen, sodass die Erdanker der Zelte erst durch das Bohren von entsprechenden Löchern im Boden befestigt werden konnten.
Jedes erdenkliche Bohrgerät war hier im Einsatz um schnellstmöglich die Zelte zu sichern, denn der Wind spielte ununterbrochen gegen uns. Einige Helfer hinderten die Zelte am wegfliegen in dem sie diese festhielten während die anderen bereits Löcher vorbohrten und die Anker in den Boden trieben.

Ca. eine Stunde nach eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle, wurde der Drucklufterzeuger der Fachgruppe Räumen nachalarmiert, damit diese mit ihren starken Bohrgeräten den Vorgang enorm beschleunigen konnten. Gegen 19:00 Uhr waren dann alle Zelte errichtet und gegen den Sturm gesichert. Nun galt es noch die Rauchmelder, Beleuchten und Stromversorgung in die Zelte zu bringen. Diese Aufgabe wurde einerseits durch die Fachgruppe Elektroversorgung des Ortsverbandes Adelsheim und Widdern übernommen. Jedoch auch am darauffolgenden Sonntag wurde die Stromversorgung durch Elektrofachkräfte aus verschiedenen Ortsverbänden sicher gestellt. Gegen 15:00 war dann auch diese Arbeit erledigt.

Wir hoffen mit unserer Hilfe den am Montag eintreffenden Flüchtlingen eine gute Übergangs-Unterbringung geschaffen zu haben. Wir bedanken uns bei den beteiligten Feuerwehren und den Kameraden der beteiligten Ortsverbände für die grandiose und reibungslose Zusammenarbeit.

 

Link zum Beitrag des SWR

altalt
 

 

Mannschaft: 1/3/16=20
Geräte: Funkgeräte digital, versch. Bohrgeräte, Drucklufterzeuger mit Druckluftbohrer, Boschhammer
Fahrzeuge: GKW1, MzKW, MTW Zugtrupp, LKW LdKr FGr. W
 

 

Bericht: Daniel Binus

Print Friendly, PDF & Email