Feuerwehr Schwaigern

Datum: 13. September 2011 
Alarmzeit: 00:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Der Nachwuchs ist für viele erwachsene Besucher der Hauptgrund, warum sie am Sonntag zum Tag der offenen Tür der Feuerwehr Schwaigern kommen. "Mein Sohn ist viereinhalb und hat mich praktisch gezwungen", meint ein 36-Jähriger aus Stetten. Für die Erwachsenen gab es viele Information.

Ausrüstung Ins Auge stechen sofort Fahrzeuge auf dem Gelände neben dem Bahnhof. Die sind nicht feuerrot, sondern nachtblau. Sie gehören dem Technischen Hilfswerk Heilbronn, das sich vorstellt. Das Fahrzeug mit den vielen Schubladen ist der ersten Bergungsgruppe zugeordnet. "Das ist unser Allroundfahrzeug GKW 1, damit können wir als erstes ausrücken und helfen", erklärt Gruppenführer Andreas Nagel. Sollte die Ausrüstung nicht reichen, werden die Fachgruppen dazu geholt. Atemschutz, Beleuchtungen, Notstromaggregat und vieles andere genügen zunächst, um Menschen zu retten. Allein die Hebekissen, die jetzt friedlich unter den Reifen des 16-Tonnen-Gefährts liegen, schaffen bis zu 40 Tonnen. Ein dreiviertel Jahr dauert die Grundausbildung beim THW, in der die Helfer lernen, mit den Basisgeräten umzugehen. Daneben steht der Transporter der Fachgruppe Sprengen, die zum Beispiel Straßen frei macht oder teilzerstörte Häuser abbricht.

"Unser Ausbilder hat damals gesagt: Bis ihr den Schein habt, seid ihr total scharf auf das Material, danach seid ihr froh, wenn es im Bunker bleibt", meint Gruppenleiter Hans-Jürgen Leibfried. Denn der Umgang mit dem gewerblichen Gesteinssprengstoff bringt hohe Verantwortung mit sich, strenge Regeln und Berechnungsformeln.

Gemeinsam mit der Feuerwehr demonstrieren die THWler am Nachmittag erst die Löschung eines Gebäudes und dann dessen Sicherung gegen Einsturz. Abteilungskommandant Uwe Schlund ist froh, den vielen Stammbesuchern jedes Jahr etwas Neues bieten zu können.

Werbung Schlund fände es wichtig, wenn das auch mehr Migranten anziehen würde. Auch in Schwaigern sind keine Spätaussiedler oder Türken in der Feuerwehr. "Irgendwie finden wir keinen Draht. Dabei gebe es sicher sehr viele patente Leute, die uns unterstützen könnten", stellt Schlund fest. Sportvereine hätten es mit ihrer regelmäßigen Präsenz einfacher. Auch Frauen dürften es gerne ein paar mehr in den Reihen der Einsatzkräfte sein, weswegen an den Türen Plakate vom Verband hängen. "Frauen an den Brand-Herd" ist da zu lesen oder "Willkommen im Blaulichtmilieu". "Wir haben zwar zwei Frauen, aber da ist viel Raum nach oben", so Schlund.

 

Bericht: Stefanie Pfäffle – Heilbronner Stimme

Print Friendly, PDF & Email