Großeinsatz in Weingarten (Baden) nach Großbrand Fachgruppe Räumen unterstützt mit Bagger Feuerwehren

Datum: 27. August 2022 
Alarmzeit: 08:00 Uhr 
Dauer: 14 Stunden 30 Minuten 
Art: Katastropheneinsatz  > Brand  
Einsatzort: Weingarten (Baden) 
Einsatzleiter: Tobias Künzel 
Mannschaftsstärke: 0 / 1 / 4 = 5 
Fahrzeuge: Kipper  


Einsatzbericht:

Am 27.08.2022 wurde die Fachgruppe Räumen aus Heilbronn über den Landesverband angefordert. Einsatzauftrag war, mit dem Bagger die Feuerwehren vor Ort zu unterstützen. Mit alarmiert waren THW Räumgruppen aus Pforzheim (Kettenbagger), Kaiserslautern (Kettenbagger), Waghäusel (Radlader) und Karlsruhe (Radlader).

Als die Alarmierung um kurz vor 9 Uhr morgens einging, waren eine Helferin und 4 Helfer der Gruppe  gerade dabei, in einen lange geplanten Übungstag zu starten, bei dem der Umgang mit Motorsägen im Mittelpunkt gestanden wäre. So fuhren wir eben in die Unterkunft zurück, luden alles ab und dafür Anbaugeräte und anderes Zubehör auf.

Aufgrund der ersten Informationen vom OV Dettenheim, der vor Ort den Zugtrupp stellte, haben wir uns für den Sortiergreifer, die Betonschere, den Meißel und den Tieflöffel entschieden und selbige Verladen.

Verteilt auf den LKW Kipper mit Bagger auf Tieflader und einem Mannschaftstransportwagen (MTW) starteten die 5 Helfer dann in Richtung Einsatz. Auf der A 6 zwischen Neckarsulm und Untereisesheim gerieten wir zunächst in einen Stau, den wir aber dank Sondersignal und dem vorbildlichen Verhalten der Verkehrsteilnehmer schnell überwunden haben. An dieser Stelle vielen Dank für das Bilden der Rettungsgasse, gerade mit den Großfahrzeugen wäre es sonst schwierig geworden.

Vor Ort haben wir uns dann auftragsgemäß dem Zugtruppp des Ortsverbands Dettenheim unterstellt. Zunächst wurde die Lage erkundet und die Einsatzoptionen für unseren Radbagger und die Kettenbagger besprochen. Danach wurden wir dem Einsatzabschnitt 3 der Feuerwehr unterstellt und haben in einer ausgebrannten Fahrzeugwerkstatt mit dem Bagger die Trümmer auseinandergezogen, damit sie abgelöscht werden konnten. Daneben wurde nach gefährlichen Gegenständen wie Gasflaschen gesucht. Anschließend wurden die übrigen Bauteile der Halle, welche noch standen, abgetragen, um Platz für das weitere Vorgehen in die Hallenstruktur zu machen. Nachdem aber die Bewegung in den Trümmern selbst für den Radbagger nicht schadensfrei möglich war, haben die Arbeiten in den Trümmern die Kettenbagger übernommen.

Gegen 20 Uhr war dann die Einsatzstelle soweit abgearbeitet, dass alle Glutnester beseitigt waren und auch mit einiger Sicherheit unter den Trümmern keine Gefahren mehr lauerten. Die statisch bedenklichen Bauteile, welche noch Anlass zu Bedenken gaben, konnten nur auf das abgesperrte Grundstück einwirken, stellten aber keine Gefahren für die angrenzende Bebauung mehr dar.
Am Ende wurden wir noch von der Polizei beauftragt, die Zugänge zur noch intakten Halle mit Trümmerteilen zu verschließen, um unbefugtes Betreten zu verhindern.

Insgesamt war der Einsatz von der Dimension der eingesetzten Baumaschinen her selten, zeigt aber den Erfolg des Baukastensystems beim THW: Für jede Einsatzsituation können die notwendigen Fachgruppen zusammengezogen werden und einem beliebigen Zugtrupp unterstellt werden, um den Einsatz zu bewältigen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Kameraden von THW und Feuerwehr für die hervorragende Zusammenarbeit im Einsatz.