Rhein-Neckar-Übung

Datum: 3. Juli 2014 
Alarmzeit: 23:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Die Anreise der einzelnen taktischen Einheiten aus den teilnehmen Ortsverbänden erfolgte zum Großteil bereits am Freitagabend. Schon am Vortag der Übung wurde die Einsatzabschnittsleitung (EAL) im Steinbruch eingerichtet, so dass diese bei Übungsbeginn gleich ihre Arbeit aufnehmen konnte. Ebenso wurde das Einsatzgerüstsystem vom Heilbronner Anhänger auf Merkzweckkraftwagen des OV Oberhausen- Rheinhausen umgeladen. Nachdem das Fußballspiel gegen Frankreich gewonnen wurde, wurden die Führungskräfte spätabends noch den Übungsablauf eingewiesen. Bis zu dieser Unterweisung war das gesamte Szenario nur den vier Hauptorganisatoren von Heidelberg bekannt.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen rückten alle Gruppen in Kolonnenfahrt zum Bereitstellungsraum nach Schrießheim ab.

Die ersten Gruppen, wurden mit folgendem Auftrag konfrontiert:
"Nach einer Explosion im Steinbruch Dossenheim werden mehrere Menschen vermisst. Sie gilt es mit Rettungshunden oder auch mit technischen Ortungsgeräten zu finden, zu retten und, wenn nötig, medizinisch zu versorgen". Der stillgelegte Dossenheimer Steinbruch "Vatter" mit seinen halbverfallenen Werksanlagen, Schuttbergen und Fahrzeugwracks war ein sehr realitätsbezogener Hintergrund für das Übungsszenario.

Nachdem die Rettungshunde aus Heidelberg mit Unterstützung der Fachgruppe Ortung aus Heilbronn die vermissten Personen geortet hatten, und sich die EAL ein Bild von der Lage gemacht hatte, ergab sich ein Explosionsszenario mit mehreren verletzten Personen im Steinbruch.
Im Detail  mussten folgende Einzelschadenfälle abgearbeitet werden:
– verschüttete Person in einem Tunnel (mit Hindernissen versperrt)
– verschüttete Person im „Brecher“ (schwer zugänglich) Bereich musste zusätzlich abgestützt werden
– verletzte Person im Silo
– verletzte Person im Bereich Turm (Gerüstturm musste für die Rettung gebaut werden)
– zusätzlich LKW – Unfall (LKW musste aufgerichtet werden)
– verschüttete Person in einem Schacht

Zur Rettung der Personen wurden dann die einzelnen Fachgruppen vom Bereitstellungsraum in Schrießheim abgerufen

Oftmals war eine Rettung der Personen für die eingeteilten Gruppen gar nicht selbst lösbar, sondern der Auftrag könnte nur mit Unterstützung von anderen Fachgruppen gelöst werden. So mussten die Fachgruppen „Räumen“ mit ihrem Großgerät erst einen Weg oder eine entsprechende Bearbeitung des Untergrundes als Grundlage für den Einsatz der bereitstehenden Bergungsgruppen schaffen. Darüber hinaus wurden verschüttete Zugänge mit einem Radlader freigeräumt.

Gerettete Personen wurden dann an die  Johanniter – Unfallhilfe übergeben, die ebenfalls mit vor Ort war und die Notfallbetreuung übernommen hatte.

Schwerpunkt war die OV- übergreifende Zusammenarbeit und vor allem auch die Einsatzkommunikation. Durch den modularen Aufbau der Einheiten des technischen Hilfswerks muss die Kooperation von verschiedenen Einheiten über die Grenzen des eigenen Ortsverbands hinweg auch regelmäßig geübt werden. Es war schön zu erleben wie problemlos und sachorientiert  Helfer aus verschiedenen Gruppen und Ortsverbänden in einer Gruppe  einen Auftrag bekommen und diesen dann reibungslos zusammen abarbeiten.

Der OV Heilbronn bedankt sich insbesondere beim OV Heidelberg für die Durchführung und Organisation der Übung, aber auch bei allen anderen THW- Helfern aus den anderen Ortsverbänden für die kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Rhein- Neckar-Übung die dann in Heilbronn stattfinden wird.

 

Mannschaft: 3/5/11=19
Fahrzeuge: GKW 1 mit EGS Anhänger, MzKW, MLW V mit Kompressor, Kipper mit Tieflader, Bergeräumgerät klein (Radlader), Bergeräumgerät (Unimog), FüKW
   

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Bericht: THW OV Heilbronn – Horst Weidler

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