Rhein-Neckar-Übung

Datum: 18. Juli 2013 
Alarmzeit: 23:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Freitag:

Nach der Ankunft im OV Neunkirchen am Freitag gegen 19:30 Uhr wurde nach einer kurzen Einweisung die Führungsstelle der Fgr. FK aufgebaut und betriebsbereit gemacht. Eine besondere Schwierigkeit bestand darin, den gesamten Einsatzraum funktechnisch vom OV aus zu erreichen. Hierfür wurde am Feuerwehrmagazin Lindach ein 2m Relais mit entsprechender Antenne aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Vorbereitungen zur Funkausleuchtung wurden hierzu schon Tage im Voraus von den Helfern der Fgr. FK geleistet.

Samstag:

Nach dem Frühstück startete die Übung gegen 08.00 Uhr mit einem offiziellen Teil (Begrüßung, Einweisung, Hinweise). Das diesjährige Szenario im Bereich des Wanderpfades „Neckarsteig“ und „Wildes Waibel“ lautete:

 

Anhaltende Regenfälle weichen das Erdreich am Neckarberg stark auf. Darauf kommt es verstärkt zu Erdrutschen und Steinschlägen. Eine große Wandergruppe ist auf dem vor kurzem eröffneten Qualitätswanderweg „Neckarsteig“ unterwegs und kommt nicht zum vereinten Zeitpunkt bei ihrem gebuchten Hotel an. Die besorgten Angehörigen alarmieren inzwischen die Rettungsleitstelle, da sie schon mit dem Schlimmsten rechnen. Einzig Einträge in sozialen Netzwerken lassen darauf schließen, dass sich die Wanderer zuletzt im Bereich der Burg Stolzeneck und dem Wilden Waibelstein zwischen Eberbach und Neunkirchen aufgehalten haben müssen.“

 

Die Heilbronner B1 wurde nach Anmeldung an der Führungsstelle zum ersten Auftrag geschickt, und errichtete einen freitragenden Boots-Anlegesteg aus EGS-Material im Uferbereich des Neckars zur Übergabe von Verletzten an entsprechende Transportboote. Nach Inbetriebnahme des Stegs folgte der Auftrag 2: Freimachen eines Waldwegs für Rettungsfahrzeuge. Hier wurden mehrere umgestürzte und verkeilte Bäume vorgefunden, die mittels Kettensägen, Handsägen und Astscheren entfernt wurden. Ebenfalls wurde der GKW1 mit verschiedenen Anschlagmittel eingesetzt um die Baumstämme aus dem Hanggebiet zu ziehen. Nach Auftrag 2 folgte der Rückbau des EGS-Anlegesteg. Übungsende war gegen 14:30 Uhr. Danach erfolgte gegen 15:30 Uhr die Sprengung eines großen Gesteinsbrockens (Knäpper) durch die Neunkirchner Fgr. Sprengen. Die Heilbronner Helfer der B1 waren hier als Zuschauer an der Zündstelle vor Ort dabei.

 

Unsere Fgr.FK stellte während der gesamten Übung nicht nur die Kommunikation sicher, sondern betrieb auch die Führungsstelle der Übungsleitung. Als Einsatzkräfte waren außer unserer B1 noch die 1. Bergungsgruppen aus Neunkirchen und Oberhausen vor Ort, zudem die Wassergruppe aus Oberhausen. Die Feuerwehren Neunkirchen, Neckarkatzenbach und Guttenbach, sowie die Rettungshundestaffel Mosbach und Sanitätsgruppen des Roten Kreuzes Neckargerach waren ebenso mit dabei. Alle eingesetzten Gruppen wurden in unserer Führungsstelle stabsmäßig geführt, was bei einem so weit verstreuten und unübersichtlichen Einsatzgebiet eine besondere Herausforderung ist. Insgesamt waren ca. 130 Helfer im Einsatz.

 

Nach einer zusammenfassenden Ansprache fand der Abend einen gemütlichen Ausklang. Die Rückfahrt und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft wurde am Sonntagvormittag vorgenommen. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei den Verantwortlichen des OVs Neunkirchen für die tolle Übungsvorbereitung und die Superbewirtung, besonderer Dank an Achim Kampp und Bernd Schäfer.

 


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Mannschaft: 3/3/6=12
Fahrzeug: GKW1, Anhänger EGS
FüKW, FüKomKW, FmKW, FüLa
Gerät:  
   

Bericht: THW OV Heilbronn – Michael Baumann und Thomas Schnaberich

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