Sprengung

Datum: 5. September 2009 
Alarmzeit: 00:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Da der Termin auf den 5. September angelegt war, machte sich die Fachgruppe Sprengen des OV gleich daran, die Berechnung zu erstellen und die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Letzteres stellte sich als sehr Zeitintensiv heraus, da zu einer Sprengung, noch dazu dann, wenn sie wie hier nahe an ein Wohngebiet angrenzt, eine Vielzahl von Ämtern und Behörden zu kontaktieren ist, die der verantwortliche Sprengberechtigte davon überzeugen musste, dass alles nach größtmöglicher Sicherheit und allen erforderlichen Vorschriften durchgeführt wird.

Parallel dazu fanden die Untersuchungen und praktischen Vorbereitungen am Objekt statt. Als Schwierigkeit erwies sich die Tatsache, dass in die Röhre kein Zugang möglich war, weil der Innenmantel (Kühlmantel) Teilzusammengebrochen war und die Röhre bis in ca. 3m Höhe mit Ziegelschutt füllte. So war unklar, ob der Innenmantel noch Stabilität bot und wie sich der Schutt verhalten würde. Ein von der Abbruchfirma hinzu gerufener Sprengsachverständiger bescheinigte den THW-Leuten zwar fachgerechte Arbeit, empfahl aber, die geplanten Maullöcher anstatt zu sprengen mit Kernbohrung auszuführen. Dieser Rat wurde befolgt und brachte das Ergebnis, dass der Innenmantel derart geschwächt war, dass er keine Gefahr bot.

Am Samstag, 5.9. fand sich nun die Sprenggruppe, unterstützt von der Fachgruppe Sprengen des OV Neunkirchen, am Objekt ein, um die um 12.00 Uhr geplante Sprengung vorzubereiten.

Gegen 11.00 Uhr trafen die notwendigen weiteren Hilfsmannschaften, die als Absperrposten benötigt wurden ein. 3 Nächstanliegende Wohngebäude wurden evakuiert, die Sperrposten eingeteilt.

Die Sprenggruppe verkabelte die Ladungen, richtete die Zündstelle ein und stellte per Funkabfrage Gewährleistung für die Sicherheit. Mittlerweile hatten sich mehre hundert Zuschauer ebenso wie Funk und Presse eingefunden.

Eine Minute vor zwölf zündete der verantwortliche Sprengberechtigte Andreas Haberer die Ladungen, der Kamin fiel wie gewünscht in die vorbereitete Fallrichtung.

Abschließend sei Dank allen Beteiligten, der FFW Neuenstein und des DRK, der Stadt Neuenstein, des Polizeipostens Öhringen, der Abbruchfirma Eckert und den vielen Helfern derTHW-Ortsverbände Pfedelbach, Neunkirchen und Heilbronn für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit. Dafür (und für das Sprengergebniss) hat sich der Aufwand gelohnt.

 

Mannschaft: 1/3/10=14
Fahrzeug: PKW-OV, 2 x MTW, MLWI
Gerät: Sprengausstattung



Bericht: THW OV Heilbronn – Andreas Haberer

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