THV-Bereitschaftsdienst

Datum: 7. November 2013 
Alarmzeit: 23:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Kilometerlange Staus bilden sich schon seit mehreren Tagen auf der A6, da an der Neckarbrücke, durch eine Baustelle in beiden Richtungen jeweils nur zwei Spuren befahrbar sind. Auch am heutigen Freitag, staute sich der Verkehr wieder in Fahrtrichtung Nürnberg von Neckarsulm bis Bad Rappenau und in Fahrtrichtung Mannheim bis ins Weinsberger Kreuz. 

Die THV-Truppe wurde kurze Zeit nach der Anmeldung bereits zum ersten Einsatz gerufen. Laut Funkspruch war ein Fahrzeug auf Höhe der Ausfahrt Obereisesheim in Fahrtrichtung Mannheim  in die Leitplanke gerasst. Nachdem hier eine beschleunigte Anfahrt gewünscht war, zögerten die Helfer nicht und fuhren mit Sondersignal sofort zur Einsatzstelle an. Als sie an der Ausfahrt Neckarsulm vorbei fuhren, fiel ihnen ein LKW ins Auge, der auf der auf dem Beschleunigungsstreifen stand und massig Flüssigkeit verlor. Da aber an dem zuvor gemeldeten Einsatz unklar war ob es Verletzte gibt, oder wo sich das verunfallte Auto befindet, wurde die Anfahrt fortgesetzt und die Polizei über den LKW in Kenntniss gesetzt.

Als die Helfer an der Einsatzstelle eintrafen erblickten sie einen SUV der sich hinter der Leitplanke des Deltas an der Ausfahrt Obereisesheim verkeilt hatte. Es standen mehrere Personen im Grün, woraufhin der Einsatzleiter sich zuerst um das Wohlbefinden der Anwesenden kümmerte. Nach einem kurzen Gespräch mit den Unfallbeteiligten war sofort klar, das keiner der Anwesenden Verletzt war. Das Fahrzeug stand hinter der Leitplanke auch gut gesichert und das bisschen Erde das sich auf dem Standstreifen befand wurde von den Einsatzkräften, auch nach Absprache mit der Polizei, für vorerst unwichtig befunden. Denn der nächste Auftrag war schon per Funk beim Fahrer, der immer im Fahrzeug verbleibt, angekommen. 

Der LKW, der nun auch laut Aussage einer Polizeistreife, massig Flüssigkeit verliert, wurde als größeres Gefahrenpotenzial eingestuft. Der Einsatzleiter instruierte vor der Abfahrt noch die Fahrerin des SUV´s, da dem ADAC klargemacht werden musste, dass ein Kran zur Bergung des Fahrzeuges unumgänglich sei. Als die Helfer an dem vermeintlich leckenden LKW ankamen, war dort kein Flüssigkeitsaustritt festzustellen. Nach Rücksprache mit dem LKW Fahrer, welcher versuchte sich per Zeichensprache mit dem Einsatzleiter zu verständigen, war klar, dass dieser nur versuchte seinen Luftkreislauf von Wasser zu befreien. Das war dann die Flüssigkeit die THW und Polizei im vorbeifahren sahen. 

Sofort ging die Fahrt weiter, diesmal zurück zur Ausfahrt Obereisesheim, wo die Unfallbeteiligten noch auf das Eintreffen einer Polizeistreife warteten. Die THW-Kräfte reinigten bis zum Eintreffen der Polizei den Standstreifen. DIe Unfallaufnahme ging schnell von statten und auch der Abschleppdienst lies nicht lange auf sich warten. Doch leider erwies sich die Bergung des Fahrzeuges als nicht ganz so leicht wie zuvor gedacht. Der Unfallwagen war so in die Leitplanke verkeilt, dass es eine Stunde dauerte bis er aus der Leitplanke gerettet und auf den Abschleppwagen verladen war.

Auf der Rückfahrt in den Ortsverband sollte Bereitschaft des Ortsverbandes Heilbronn noch die Staulage auf der A6 in beiden Fahrtrichtungen überprüfen. Doch schon an der AS Neckarsulm war die Fahrt vorerst wieder beendet, denn ein Pannen-PKW stand im Abfahrtsbereich der Ausfahrt. Mit dem Fahrzeug und der speziellen, auf dem Dach montierten, Warnanlage wurde dieser PKW abgesichert bis der Abschleppwagen eintraf und das Fahrzeug sicher aufgeladen hatte. Die Staukontrolle wurde fortgesetzt in Fahrtrichtung Mannheim, bis kurz vor der AS Bad Rappenau auf der Gegenseite ein unbeleuchteter PKW zu sehen war. Auch hier reagierten die Helfer blitzschnell und meldeten per Funk das Fahrzeug und eilten zu Hilfe. Auch hier die selbe Vorgehensweise wie bei dem Pannen-PKW zuvor, absichern mit Vorwarnanlage und somit die Aufmerksamkeit der Fahrer erregen die das unbeleuchtete Fahrzeug vielleicht übersehen hätten.

Nach Abschluss dieser Absicherungsmaßnahme, wurde der mittlerweile aufgelöste Stau durchgegeben und die Rückfahrt in den Ortsverband angetreten. Der restliche Abend verlief für die Einsatzkräfte des THW ruhig und so konnte die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

 

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Mannschaft: 0/1/2=3
Fahrzeug: MTW THV
Gerät: Sicherungssatz
   

Bericht: THW OV Heilbronn – Jan Hasenfratz

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