Verlagerte Standortausbildung der Fachgruppe Wassergefahren im Reffenthal

Datum: 10. Juni 2009 
Alarmzeit: 00:00 Uhr 


Einsatzbericht:

Am Donnerstag wurde die Gruppe durch die Anreise weiterer 6 Mann vervollständigt. Nachdem nun alle Helfer anwesend waren und das Übungswochenende offiziell eröffnet wurde, startete die Ausbildung mit einer eigenständigen Erkundung des Geländes. Nach dies von jeder Gruppe ausgiebig genutzt wurde fand gegen 23 Uhr eine Nachtübung statt. Hier war folgendes Szenario die Grundlage: Vermisst wurde eine Familie mit 1 Kind, welche mit ihrem Schlauchboot vermutlich im Dunkeln gekentert sei. Hierfür wurden dann alle verfügbaren Wasserfahrzeuge mit Suchscheinwerfer alarmiert. Nachdem die Personen gerettet und diverse Gegenstände wie Teller, Rettungsweste, Paddel und das vermisste Schlauchboot geborgen wurden, wurde die Nachtübung um 1 Uhr erfolgreich beendet. Hier hatten wir auch gleichzeitig die Möglichkeit unsere am LKW (MAN) montierte Lichtertraverse auszutesten wie weit diese auf ein offenes Feld strahlt. Hier wurden wir positiv überrascht. die kompletten Ufergebiete wurden perfekt ausgestrahlt. Somit wurde jedem Bootsführer seine Grenzen sichtbar aufgezeigt und die Ausleuchtung mit Scheinwerfer vom Boot konnte auf den Wasserbereich spezialisiert werden.

Am Freitag wurden am Vor- und Nachmittag eigenständig in der Gruppe verschiedene Manöver wie Anlegen, Ablegen, Loten, Anlegen während der Fahrt, usw. gefahren. Am Abend hatten wir dann wie jedes Jahr eingeplant die Nachtfahrt in nach Oberstrom in Richtung Germersheim. Die Nachtfahrt begann bei leichter Dämmerung. Als wir dann im Industriehafen in Germersheim angekommen waren, ist die komplette Dunkelheit über uns hereingebrochen. Nachdem dort eine gemütliche Runde beim Abendessen bestand, wurde gegen 1:30 Uhr die Heimfahrt bei voller Dunkelheit eingeläutet. Hier lag das Fahren im Fahrwasser bei Dunkelheit als hauptsächlicher Ausbildungspunkt zur Grundlage. Um 3 Uhr trafen dann alle Wasserfahrzeuge ohne Verluste im Pionier Übungsgelände Reffenthal ein.

Am Samstag wurde der Vormittag wieder zu freien und eigenständigen Ausbildungszwecken genutzt. Hier wurde auf dem Rhein nochmals das Anlegen während der Fahrt geübt, diesmal wurde die Verbindung zwischen den Booten so stabil hergestellt, dass das übersteigen von Personen gewährleistet und auch vollzogen werden konnte. Außerdem wurde das Anlegen an eine Boje gegen den Strom vollzogen. Nach der Mittagsverpflegung wurde dann die diesjährige Vollübung (Koordiniert durch die Werksfeuerwehr der BASF) durchgezogen. Hier wurde folgendes Szenario zu Grunde gelegt: Im Reffenthal befindet sich ein Baggerschiff. Auf diesem hat sich ein Unfall ereignet, bei dem ein Mitarbeiter des Baggerschiffes am Oberkörper Verbrühungen durch Hydraulik öl erlitt, ein weiterer sich die Handgebrochen hatte und eine Person unter Schock stehen sollte. Zudem kam noch erschwert hinzu das sich ein Erkundungstrupp des THW beim betreten des Schiffes schwer verletzte(GESTELLTE SACHLAGE). Einer der Helfer hatte zog sich bei einem Sturz eine Kopfwunde zu und war nicht ansprechbar, ein anderer Helfer zog sich bei einem Sturz eine offene Fußfraktur zu. Bei der Erkundung des Baggerschiffes fand der 2te Erkundungstrupp zudem noch 2 leblose Personen. Nachdem die Erstversorgung durch den Erkundungstrupp gewährleistet war wurde jeweils die benötigte Unterstützung via Funk zum Abtransport der verletzten Personen und Übergabe an den Rettungsdienst weitergeleit. Nachdem die Vollübung erfolgreich beendet war, wurde erst einmal von jedem eingesetzten Helfer der Sprung ins kühle Nass gesucht. Da diese Vollübung bei 32 °C mit voller Einsatzmontur (Handschuhe, Einsatzjacke, Helm, usw.) abgehalten wurde.

Am Sonntag wurde dann der Rückbau des Lagers vorgenommen indem jede Gruppe eigenständig die Zelte Abbaute alles auf den LKW verstaute. Ebenso wurden die Wasserfahrzeuge ausgebootet. Nach der offiziellen Verabschiedung konnte mit der Abmeldung am Meldekopf jede Gruppe das Pionier Übungsgelände Reffenthal verlassen. Unsere Fahrt nach Heilbronn haben wir in Form einer Kolonne durchgeführt. Um 15:30 wurde dann die eingeschränkte Einsatzfähigkeit (da die Fahrzeuge noch nicht entladen wurden) im OV wiederhergestellt. Die vollständige Einsatzfähigkeit wird am folgenden Dienstag hergestellt.

Abschließend gilt es zu sagen das auch diese Jahr dieses Ausbildungswochenende ein großer Erfolg war und jedem Helfer ein Stück mehr Erfahrung gebracht hat. Schon jetzt ist die Vorfreude bei jedem Helfer auf das nächste Jahr gegeben.

 

Mannschaft: 1/3/17=21
Fahrzeug: PKW-OV, MTW, MAN Ladekran, GKWII, MLWI
Gerät: 2 x MzAB, MZB, Schlauchboot, Lichttraverse


Bericht: THW OV Heilbronn – Manuel Weber

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